Kritik: ZOMBIE STRIPPERS – UNRATED
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Die USA in nicht allzu ferner Zukunft: Amerika ist mittlerweile in unzählige Kriege verstrickt und um den Nachschub an Soldaten zu gewährleisten, wurde ein künstlicher Virus entwickelt, der tote Soldaten in Zombies verwandeln soll, damit diese als Untote weiterkämpfen können. Als in einem geheimen Forschungslabor Experimente mit diesem Virus aus der Bahn geraten, soll ein Sondereinsatzkommando eingreifen und die Zombies vernichten. Doch einer der Soldaten wird gebissen und flüchtet in einen nahegelegenen Strip Club, in dem er Kat (Jenna Jameson), die Startänzerin des Clubs, ebenfalls mit dem Virus infiziert. Da Kat als untote Stripperin das Publikum jedoch mehr begeistert als jemals zuvor, riecht Club-Besitzer Ian (Robert Englund) die große Kohle und überredet die meisten seiner weiteren Tänzerinnen dazu, sich von Kat beißen und in Zombies verwandeln zu lassen. Dumm nur, dass die Zombie Stripper ständig Lust auf frisches Menschenfleisch verspüren.

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Sex und Gewalt – zwei Stilelemente, die sich wunderbar kombinieren lassen. Regisseure wie Jess Franco, Joe d´Amato oder Russ Meyer setzten auf diese Erfolgsformel und drückten ihren Werken ihren unverkennbaren Stempel auf.
Fügt man dieser Mischung „Humor“ als eine weitere Zutat hinzu, und bereichert das Subgenre des Zombiefilms nach „Shaun Of The Dead“ oder „Boy Eats Girl“ um eine weitere Parodie auf die großen Zombieklassiker der Filmgeschichte, darf der Zuschauer bei einem Titel wie „Zombie Strippers“ nicht mehr als Trash erwarten:
Möpse, Ärsche und Splatter ohne Ende, garniert mit jeder Menge Lab Dances, Zickenterror zwischen Stripperinnen, abgebissene Schwänze und einem ganz besonderen anatomischen Highlight: Jenna Jamesons Billiardkugeln abfeuernde Muschi.

Die Hardcore-Ikone führt zusammen mit Horror-Legende Robert Englund die Besetzung dieses abgedrehten Fun-Movies an, das zwar nicht an den geistreichen Humor von „Shaun Of The Dead“ anknüpft, dafür aber mit absurder Situationskomik und selbstironischen Rollenklischees punkten kann.
Vor allem Englund – von „Hatchet“ über „2001 Maniacs“ in nahezu jedem B-Movie des Genre vertreten – liefert als schwuler Besitzer einer illegalen Stripkaschemme eine herrlich überdrehte Performance ab, dass man sich die Schenkel wund klopft.
Der Humor ist streckenweise albern, aber niemals unfreiwillig komisch. Wenn man bei „Zombie Strippers“ lacht – dann weil es witzig ist.
Ein weiterer Pluspunkt ist, dass man der Produktion zu keiner Zeit das geringe Budget anmerkt: Regisseur Jay Lee arbeitet – ganz im Sinne eines Joe d´Amato – effizient, und besorgt im Alleingang den Schnitt, die Kamera und steuert das Drehbuch bei. 
Die Handlung des Films ist zwar fast ausschließlich auf den Striptease-Club begrenzt – was dem Unterhaltungswert aber keinen Abbruch tut. Wer sich zu „Zombie Strippers“ verirrt erwartet mit Sicherheit kein apocalyptisches Endzeitszenario und wilde Hetzjagden durch verwüstete Straßenschluchten wie in „28 Days Later“ – bei Jay Lees Werk gibt man sich mit dem zufrieden, was einem geboten wird. Und selbst wenn es nur auf einen Handlungsraum begrenzt ist – langweilig wird das aberwitzige Treiben niemals. Möpse, Muschis und Gekröse – was will man(n) mehr?
Der Splattergehalt von „Zombie Strippers“ ist, zumindest in der Unrated-Fassung, extrem hoch: da spritzt das Blut literweise, es werden Gliedmaßen abgerissen und als Schlagkeulen im finalen Zickenkrieg zweier Stripperinnen zweckentfremdet, Schädel aufgerissen und genüßlich das Hirn ausgeschlabbert, Köpfe zerschossen und Innereien durch die Gegend geschleudert dass es dem Gorehound feucht im Schritt wird. Dabei wurde weitestgehend auf CGI verzichtet, was den Zombiespaß in ungeahnte Höhen treibt.
Darstellerisch gibt es nichts auszusetzen – wer bei einem Film wie „Zombie Strippers“ Oscarverdächtige Höchstleistungen erwartet, hat sich in den falschen Film verirrt. Jameson und Englund machen ihre Sache sehr gut, der Rest des Ensembles überzeugt mit D-Körbchen – das ist nett anzuschauen und reicht vollkommen. Und hanebüchene Dialoge gehören zu einer Trashgranate genauso dazu wie talentlose Darsteller – sie sind praktisch das Salz in der Suppe.

Freunde des schlechten Geschmacks kommen auf jeden Fall voll auf ihre Kosten. Die Investition in „Zombie Strippers“ lohnt , der Unterhaltungs- und Spaßfaktor dieses Funsplatters steht einem Besuch in einer Table Dance-Bar jedenfalls in nichts nach und kommt günstiger.

7,5/10

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