Kritik: ZOMBIE SHARK

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Keine Spezies wird im Bereich Tierhorror/Creature Feature so sehr ausgebeutet und für filmisch grenzwertige Abstrusitäten ausgeschlachtet wie der Hai. Im Grunde müsste man mit dem umtriebigen
Meeresungeheuer Mitleid haben, würden uns Filme wie SAND SHARKS, SNOW SHARKS oder SHARKNADO nicht so viel Freude bereiten. Der Hai ist der Topstar der Trashszene und so beliebt, dass ihm mit „Sharkploitation“ sogar ein eigenes Subgenre gewidmet wurde. Dieses erfreut den Zuschauer mit den bizarrsten und absurdesten Kreationen: vom SHARKTOPUS über den GHOST SHARK bis hin zum TWO HEADED- oder gar THREE HEADED-SHARK – der Phantasie der Drehbuchautoren und der Wissenschaft scheinen keine Grenzen gesetzt wenn es darum geht, das nächste Hailight Direct-To-DVD in die
Verkaufsregale zu spülen. Die Steigerung von lebendiger zu untoter Fressmaschine wird im Zuge einer Verquickung von Hai-Horror mit der kassenträchtigen Zombie-Thematik in SPLENDIDs Veröffentlichung ZOMBIE SHARK vollzogen, garantiert aber nicht zwangsläufig einen höheren Unterhaltungswert. Denn so (un)tot, wie der Hai zu sein scheint, präsentiert sich auch der Film in der ersten Stunde. Das neueste Shark-Spektakel vom SYFY-Channel ist exakt das, was man unter einem schlechten Film versteht. Dabei nimmt er sich anfangs dermaßen ernst, dass selbst für Trash-Enthusiasten der Spaß und Unterhaltungswert auf der Strecke bleiben. Es fehlt vom ersten Moment an Witz und Leichtigkeit. Umso verstärkt fallen die desaströsen darstellerischen Leistungen und die banalen Dialoge ins Gewicht, ganz zu schweigen von den drittklassigen CGI-Animationen, die jeglicher Beschreibung spotten. Dass sich der Film im letzten Drittel doch noch steigert und dem faden Murks etwas Leben in die toten Flossen gehaucht wird, verdanken wir einigen netten Drehbuch-Einfällen. Unterm Strich kann sich ZOMBIE SHARK jedoch lediglich im unterdurchschnittlichen Bereich einordnen – für mehr, außer die Welle zu machen, hat dieser Hai einfach zu wenig drauf.

About

Jahrgang 1975, dreifacher Familienvater und leidenschaftlicher, aber nicht exzessiver Filmsammler. Ich habe ein ganz besonderes Faible für die 60er, 70er und 80er Jahre, für das deutsche und italienische Genrekino mit all seinen Facetten. Ob Edgar Wallace, Karl May oder TV-Klassiker wie DERRICK, DER ALTE oder TATORT - das sind die Titel, mit denen ich groß geworden bin. Mit Komikern wie LOUIS DE FUNES und HEINZ ERHARDT, mit SEAN CONNERY und ROGER MOORE als JAMES BOND, mit BLACKY FUCHSBERGER als Inspector Higgins, JOHN WAYNE als Westernheld und CHRISTOPHER LEE als DRACULA. Meine bevorzugten Genres sind Horror, Thriller und Old School-Action - im speziellen bin ich ein Freund von Slasher und Splatter-Machwerken, Zombiefilmen, Gialli und Polizieschi. Ich liebe den Psychothriller genauso wie den Polit- und Verschwörungsthriller, ich mag Tier-Horror fast jeder Art und die Mitternachtsfilme, mit denen mir RTL und SAT.1 am Wochenende die Jugend versüßten. Ich sage nur: LASS JUCKEN, KUMPEL. Science-Fiction und Fantasyfilme sind weniger mein Genre, ich mag auch nicht die modernen Big Budget-Blockmuster, die mit CGI und famoser Tricktechnik vollgestopft sind. Nett anzuschauen, aber seelenlos. Ich bin eher der Freund von Trash- und B-Movies und melde mich auch nur bei den Genres zu Wort, von denen ich Ahnung habe. Meine Lieblingsfilme sind u.a. WOODOO - SCHRECKENSINSEL DER ZOMBIES, TENEBRE und AUF DER FLUCHT. Das sind nur drei Beispiele - alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. In meine Sammlung kommen nur solche Titel, die einen nostalgischen Wert für mich haben und Filme, die ich mir immer wieder anschauen würde. Langeweile und filmische Eintagsfliegen, die zu schauen einmal ausreicht, werden gleich entsorgt. Als "Prinzessin Balduin" und "Trash-Luder Balduin" bin ich Herrin über TITTEN, TRASH und TERROR!

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