Kritik: VIRUS OUTBREAK
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Nach ihrem Examen arbeitet Beth (Antonia Prebble) mit ihrem langjährigen Kommilitonen Ryan (Daniel Lissing) beim Pharmaunternehmen „Scopamed Pharmaceuticals“, das von Lionel Stanton (John Bach) geführt wird. Durch einen Zwischenfall mit dem älteren Wissenschaftler Ted Garner (Stephen Lovatt) findet Beth heraus, dass schon vor elf Jahren ein Wundermittel gegen jegliche Art von Krebs erfunden worden ist. Dies wird jedoch streng vertraulich vor der Öffentlichkeit und den Mitarbeitern zurückgehalten, da der machtgierige Stanton mehr mit den Medikamenten der Chemotherapie verdient, als mit der Veröffentlichung dieser Formel. Beth, die im Kindesalter ihren Vater durch diese Krankheit verloren hat, will mit einem USB-Stick die Formel an die Öffentlichkeit bringen und quasi umsonst jeden Menschen retten. Stanton bekommt Wind von der Sache und hetzt ein Killerkommando auf Beth. Stanton löst einen Alarm im Unternehmen aus und riegelt es hermetisch ab. Unterstützung findet Beth bei ihrem Freund Ryan und dem seit Jahren eingeweihten Ted. Neben der Tatsache, dass das Trio um ihr Überleben kämpft, wollen die beiden Männer vielleicht doch auch ihren eigenen Profit aus dieser Wunderformel machen.

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Beth Wakefield ist eine engagierte junge Wissenschaftlerin, die eines Tages eine erschütternde Entdeckung macht: Der Pharmakonzern, für den sie seit längerem arbeitet, hat tatsächlich ein Mittel gegen Krebs entdeckt – hält die Veröffentlichung aber zurück, um weiter Millionen mit Medikamenten für Chemotherapie machen zu können. Beth ist zutiefst erschüttert und entscheidet, mit der Formel an die Öffentlichkeit zu gehen. Doch sie ahnt nicht, dass ihr Arbeitgeber ihr auf die Schliche gekommen ist und sie nun zum Schweigen bringen will…

Die deutsche Titelschmiede macht mehr als deutlich, mit welchem Hollywood-Blockbuster hier die Werbetrommel gerührt wird, um die Kundschaft anzulocken. Es gibt zwar im Film selbst den Titelgebenden „VIRUS OUTBREAK“ (=Ausbruch eines Virus) innerhalb einer Forschungsstation, doch der Handlungsverlauf folgt ganz anderen Mustern als Wolfgang Petersens Viren-Thriller „OUTBREAK“ von 1997.
„THE CURE“ – so der Originaltitel – ist ein intelligenter Verschwörungs-Thriller mit einigen ordentlichen Actionsequenzen, der mit seiner fiktiven Story ein heißes Eisen anpackt: Es geht um eine sensationelle medizinische Entdeckung, skrupellose Manager, Erpressung, Mord, illegale Menschenversuche und ein außer Kontrolle geratenes Virus – das alles in eine stimmige Rahmenhandlung gekleidet, die ab dem zweiten Drittel in einer tempo- und actionreichen Hatz durch die Korridore und unterirdischen Tunnel einer Forschungsstation mündet.
Anfänglich wirkt die Storyline um das Krebsmittel, den Virus und den Wettkampf gegen ein konkurrierendes Unternehmen um die Veröffentlichung eines Chemotherapie-Medikamentes, etwas verwirrend und arg überfrachtet – doch Regie-Debütant DAVID GOULD reißt das Ruder sehr schnell rum und entschädigt mit einer intelligenten und rasanten Inszenierung mit einigen hochdramatischen und spannenden Twists.
Der deutsche Titel ist irreführend – denn „VIRUS OUTBREAK“ hat mit dem großen Namensvetter kaum etwas gemeinsam – im Gegenteil: DAVID GOULDs Thriller nutzt die klaustrophobische Enge der Forschungsstation perfekt für eine gnadenlose Jagd aus, die der Pharmakonzern anzettelt, um die Veröffentlichung des Krebsmittels zu verhindern. Dabei schöpft die intelligente Inszenierung aus dem Vollen: Das Virus ausbrechen zu lassen, um die einzigen Zeugen und Mitwisser zu töten, unterstreicht die Skrupellosigkeit des Pharmabosses und sorgt für nervenaufreibenden Thrill und atemlose Hochspannung im letzten Drittel des Films.

Ein kleiner, spannender Viren-Thriller mit erstklassigem, stimmungsvollen Soundtrack – absolute Kaufempfehlung!

7/10

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