Kritik: THE MUTILATOR

Ein kleiner Junge möchte, dass sein Vater auf ihn stolz ist und reinigt das Gewehr des leidenschaftlichen Jägers. Doch der Schuss geht nach hinten los – zumindest wird die Mutter in der benachbarten Küche von einer Schrotladung in den Rücken getroffen. Während dieses Kindheitserlebnis scheinbar ohne Auswirkungen auf die Psyche an dem Jungen vorbei gegangen ist, scheint der Vater härter von dem Trauma getroffen zu sein und steht unter Behandlung. Nach Jahren meldet er sich bei seinem Sohn und bittet ihn, das Ferienhaus auf Vordermann zu bringen. Insgeheim bläst er zum Halali für eine letzte große Jagd – mit allem, was der Geräteschuppen hergibt…Seinem Sohn und dessen Freunde steht eine Nacht des Schreckens bevor – denn eiskalt schlägt Daddy zu und dezimiert einen nach dem anderen…

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THE MUTILATOR von BUDDY COOPER beginnt mit einer vielversprechenden Vorgeschichte, um Jahre später die eigentliche Handlung mit einem Gute-Laune-Song einzuleiten, der die Credits begleitet. Doch so launig ist der typische 80ies-Slasher in solider Low Budget-Optik im weiteren Handlungsverlauf nun doch nicht – denn bis das genretypische Schlitzen und Metzeln im „10 kleine Negerlein“-Rhythmus so richtig in Fahrt kommt, zieht sich der Film knapp eine halbe Stunde dahin. Grobe Charakterzeichnung, banale Dialoge und etwas Sex – THE MUTILATOR unterscheidet sich kaum von anderen Vertretern des Genres und pfeift auf Handlungslöcher. Diese werden notdürftig, aber wirkungsvoll mit einigen blutigen Kills gestopft, die mit ordentlich Schmackes und saftigen Splatterszenen in Szene gesetzt sind. Auch der Score ist angenehm und stimmig arrangiert – allerdings wird der Film auch jeglicher Spannung beraubt, da die wenig einfallsreiche Story den Täter von vornherein preisgibt. Hier verzichtet Autor und Regisseur BUDDY COOPER auf eine Maskierung des Killers, die trotz aller Vorhersehbarkeit für Verwirrung hätte sorgen können. So bleibt THE MUTILATOR frei von jeglichen Twists und konzentriert sich auf den Gore-Gehalt der Story.

Ohne große Überraschungen punktet der seltene und eher weniger bekannte Slasher von 1985 vielmehr durch seine solide Inszenierung und die blutrünstigen, handgemachten Effekte. Kein Meisterwerk – aber immerhin ein kurzweiliges Vergnügen knapp über dem Durchschnitt – 6/10.

About

Jahrgang 1975, dreifacher Familienvater und leidenschaftlicher, aber nicht exzessiver Filmsammler. Ich habe ein ganz besonderes Faible für die 60er, 70er und 80er Jahre, für das deutsche und italienische Genrekino mit all seinen Facetten. Ob Edgar Wallace, Karl May oder TV-Klassiker wie DERRICK, DER ALTE oder TATORT - das sind die Titel, mit denen ich groß geworden bin. Mit Komikern wie LOUIS DE FUNES und HEINZ ERHARDT, mit SEAN CONNERY und ROGER MOORE als JAMES BOND, mit BLACKY FUCHSBERGER als Inspector Higgins, JOHN WAYNE als Westernheld und CHRISTOPHER LEE als DRACULA. Meine bevorzugten Genres sind Horror, Thriller und Old School-Action - im speziellen bin ich ein Freund von Slasher und Splatter-Machwerken, Zombiefilmen, Gialli und Polizieschi. Ich liebe den Psychothriller genauso wie den Polit- und Verschwörungsthriller, ich mag Tier-Horror fast jeder Art und die Mitternachtsfilme, mit denen mir RTL und SAT.1 am Wochenende die Jugend versüßten. Ich sage nur: LASS JUCKEN, KUMPEL. Science-Fiction und Fantasyfilme sind weniger mein Genre, ich mag auch nicht die modernen Big Budget-Blockmuster, die mit CGI und famoser Tricktechnik vollgestopft sind. Nett anzuschauen, aber seelenlos. Ich bin eher der Freund von Trash- und B-Movies und melde mich auch nur bei den Genres zu Wort, von denen ich Ahnung habe. Meine Lieblingsfilme sind u.a. WOODOO - SCHRECKENSINSEL DER ZOMBIES, TENEBRE und AUF DER FLUCHT. Das sind nur drei Beispiele - alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. In meine Sammlung kommen nur solche Titel, die einen nostalgischen Wert für mich haben und Filme, die ich mir immer wieder anschauen würde. Langeweile und filmische Eintagsfliegen, die zu schauen einmal ausreicht, werden gleich entsorgt. Als "Prinzessin Balduin" und "Trash-Luder Balduin" bin ich Herrin über TITTEN, TRASH und TERROR!

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