Kritik: SUPERNOVA 2012

The Asylum – das steht mehr für Quantität als für Qualität und entsprechend ist der Auswurf an preisgünstigen C-Machwerken zwischen globaler Naturkatastrophe und genmanipulierter Tier-Mutation, mit denen die Billigschmiede Monat für Monat eine ständig wachsende Fangemeinde versorgt.

Mit „Supernova 2012“ haben wir es mit einem – mittlerweile – fünf Jahre alten Beitrag zu tun, der vom Label STARMOVIE für eine Neuauflage mit dem Alternativtitel „Wenn die Sonne verglüht“ und einem spektakulären DVD-Cover ausgestattet wurde, das zwar – thematisch gesehen – die Marschrichtung dieses Katastrophenfilms vorgibt, gleichzeitig aber auch mit dem Artwork Erwartungen weckt, die zu keiner Zeit eingehalten werden.

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Dabei wird einmal mehr das genretypische Weltuntergangsszenario heraufbeschworen, wobei Parallelen zu Roland Emmerichs „The Day After Tomorrow“ oder „Armageddon“ und „Deep Impact“ nicht von der Hand zu weisen sind. Doch während solche Kino-Blockbuster durch Spannung, Tempo und bombastische Effekte glänzen können, vermag die Mockbuster-Variante mit Einfallsreichtum und, für The Asylum-Verhältnisse, brauchbaren CGI-Animationen zu punkten, bremst sich aber mit seiner Geschwätzigkeit mehrfach aus. Als würden die ohnehin schon hanebüchenen Dialoge das Nervenkostüm des Publikums nicht schon ausreichend belasten, wird mit trockenen naturwissenschaftlichen Theorien über Sinn und Unsinn geplanter Rettungsversuche das Höchstmaß an Geduld vom Zuschauer gefordert – nur um ihn dann mit einem unspektakulären Finale abzustrafen.

Es ist nicht so, dass es dem Film an eigenen Ideen mangelt. Auch die Inszenierung und manche Tricks sind besser als erwartet – das Problem ist nur, dass The Asylum seine Desaster-Movies viel zu ernst nimmt. Da fehlt einfach die Leichtigkeit von Filmen wie „Sharknado“ oder „Mega Piranha“, die als reine Fun- und Trash-Movies aufgezogen sind und auch entsprechend funktionieren, und Makel wie mangelhafte Schauspielführung und unterirdische Effektarbeit vergessen lassen.
Und so zählt „Supernova 2012“ eindeutig zu einem der schwächeren Werke des berüchtigten Studios, dem es an Witz und Tempo mangelt.

3/10

About

Jahrgang 1975, dreifacher Familienvater und leidenschaftlicher, aber nicht exzessiver Filmsammler. Ich habe ein ganz besonderes Faible für die 60er, 70er und 80er Jahre, für das deutsche und italienische Genrekino mit all seinen Facetten. Ob Edgar Wallace, Karl May oder TV-Klassiker wie DERRICK, DER ALTE oder TATORT - das sind die Titel, mit denen ich groß geworden bin. Mit Komikern wie LOUIS DE FUNES und HEINZ ERHARDT, mit SEAN CONNERY und ROGER MOORE als JAMES BOND, mit BLACKY FUCHSBERGER als Inspector Higgins, JOHN WAYNE als Westernheld und CHRISTOPHER LEE als DRACULA. Meine bevorzugten Genres sind Horror, Thriller und Old School-Action - im speziellen bin ich ein Freund von Slasher und Splatter-Machwerken, Zombiefilmen, Gialli und Polizieschi. Ich liebe den Psychothriller genauso wie den Polit- und Verschwörungsthriller, ich mag Tier-Horror fast jeder Art und die Mitternachtsfilme, mit denen mir RTL und SAT.1 am Wochenende die Jugend versüßten. Ich sage nur: LASS JUCKEN, KUMPEL. Science-Fiction und Fantasyfilme sind weniger mein Genre, ich mag auch nicht die modernen Big Budget-Blockmuster, die mit CGI und famoser Tricktechnik vollgestopft sind. Nett anzuschauen, aber seelenlos. Ich bin eher der Freund von Trash- und B-Movies und melde mich auch nur bei den Genres zu Wort, von denen ich Ahnung habe. Meine Lieblingsfilme sind u.a. WOODOO - SCHRECKENSINSEL DER ZOMBIES, TENEBRE und AUF DER FLUCHT. Das sind nur drei Beispiele - alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. In meine Sammlung kommen nur solche Titel, die einen nostalgischen Wert für mich haben und Filme, die ich mir immer wieder anschauen würde. Langeweile und filmische Eintagsfliegen, die zu schauen einmal ausreicht, werden gleich entsorgt. Als "Prinzessin Balduin" und "Trash-Luder Balduin" bin ich Herrin über TITTEN, TRASH und TERROR!

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