Kritik: SAND SHARKS

Das Subgenre des Tierhorrorfilms hat Hochkonjunktur und vor allem das Ur-Biest dieser Gattung – der Hai – hat Dank preisgünstiger Computeranimationen von allen Kreaturen den größten Output: ob als prähistorische Kreuzung in „Jurassic Shark“ und „Dinoshark“ oder genetische Mutation in „Sharktopus“ – der Phantasie der Drehbuchautoren sind keine Grenzen gesetzt.
Mit „Sand Sharks“ wird dem obligatorischen Unterwasser-Flossenhorror eine neue Komponente hinzugefügt, denn diese Spezies lauert unter der Oberfläche des feinen Sandstrandes und hat sich die partywütigen Raver und Bikini-Babes des Sandman Festivals als kleine Zwischenmahlzeit auserkoren.

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Und so ist der Fan schon gleich mitten drin im neuesten Trash-Hit und darf sich an einer Mischung aus „Der weiße Hai“ und „Piranha 3D“ erfreuen – ohne auch nur annähernd die Spannung oder den Splattergehalt der beiden Filme zu erreichen. Den doppelten, wenn nicht sogar dreifachen Trashfaktor von „Piranha 3D“ knackt er dabei jedoch mit Leichtigkeit.
Doch während sich andere Genre-Vertreter wie „Croc“ bierernst nehmen, macht „Sand Sharks“ erst gar nicht den Versuch ein ernst gemeintes Werk zu sein, sondern bereitet dem Zuschauer mit seinem absurden Plot, sowie den klischeehaften und zum Over- bzw. Nonacting neigenden Darstellern einfach nur eine Menge Spaß.
„Sand Sharks“ ist weniger Schocker als vielmehr Comedy und macht daraus auch zu keiner Sekunde einen Hehl – und das ist die Stärke des Films: während andere Creature-Features angesichts ihrer Ernsthaftigkeit im nachhinein unfreiwillig komisch wirken, zünden hier die meisten Gags und die kuriosen Entwicklungen der hauchdünnen Handlung sorgen für jede Menge Schmunzeln.
Da verzeiht man, dass der Sandman Festival-Rave mit tausenden angekündigter Teenies, aus Budget-Gründen nur mit knapp 100 Statisten besetzt ist und die Effekte, vor allem im Finale, sehr grottig wirken.

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Und wenn man einen Kasten Bier braucht um dieses debile Spektakel zu ertragen, so ist eines sicher: 100% Fun-Faktor für jeden eingefleischten Fan des Genre!

DVD und BR in der jeweils ungeschnittenen Fassung wurden über Splendid veröffentlicht – 7,75/10

About

Jahrgang 1975, dreifacher Familienvater und leidenschaftlicher, aber nicht exzessiver Filmsammler. Ich habe ein ganz besonderes Faible für die 60er, 70er und 80er Jahre, für das deutsche und italienische Genrekino mit all seinen Facetten. Ob Edgar Wallace, Karl May oder TV-Klassiker wie DERRICK, DER ALTE oder TATORT - das sind die Titel, mit denen ich groß geworden bin. Mit Komikern wie LOUIS DE FUNES und HEINZ ERHARDT, mit SEAN CONNERY und ROGER MOORE als JAMES BOND, mit BLACKY FUCHSBERGER als Inspector Higgins, JOHN WAYNE als Westernheld und CHRISTOPHER LEE als DRACULA. Meine bevorzugten Genres sind Horror, Thriller und Old School-Action - im speziellen bin ich ein Freund von Slasher und Splatter-Machwerken, Zombiefilmen, Gialli und Polizieschi. Ich liebe den Psychothriller genauso wie den Polit- und Verschwörungsthriller, ich mag Tier-Horror fast jeder Art und die Mitternachtsfilme, mit denen mir RTL und SAT.1 am Wochenende die Jugend versüßten. Ich sage nur: LASS JUCKEN, KUMPEL. Science-Fiction und Fantasyfilme sind weniger mein Genre, ich mag auch nicht die modernen Big Budget-Blockmuster, die mit CGI und famoser Tricktechnik vollgestopft sind. Nett anzuschauen, aber seelenlos. Ich bin eher der Freund von Trash- und B-Movies und melde mich auch nur bei den Genres zu Wort, von denen ich Ahnung habe. Meine Lieblingsfilme sind u.a. WOODOO - SCHRECKENSINSEL DER ZOMBIES, TENEBRE und AUF DER FLUCHT. Das sind nur drei Beispiele - alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. In meine Sammlung kommen nur solche Titel, die einen nostalgischen Wert für mich haben und Filme, die ich mir immer wieder anschauen würde. Langeweile und filmische Eintagsfliegen, die zu schauen einmal ausreicht, werden gleich entsorgt. Als "Prinzessin Balduin" und "Trash-Luder Balduin" bin ich Herrin über TITTEN, TRASH und TERROR!

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