Kritik: REC

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REC – das Grauen um einen mysteriösen Virus, der Menschen in zombieähnliche Dämonen verwandelt, nahm 2007 seinen Anfang. Der Film, dessen Budget auf 1,5 Millionen US-Dollar geschätzt wird, einige Filmpreise gewann und für weitere nominiert wurde, spielte weltweit 32,5 Millionen US-Dollar ein. REC ist das Regie-Debüt von JAUME BALAGUERÓ und PACO PLAZA. Der Film wurde im Handkamerastil, ähnlich der Titel THE BLAIR WITCH PROJECT oder PARANORMAL ACTIVITY, gedreht, und bedient sich des Konzepts des so genannten Mockumentary, bei dem sich dem Zuschauer fiktionale Inhalte durch eine scheinbar dokumentarische Kamera erschließen. Die Kamera ist Teil der fiktionalen Realität. Geläufiger ist die allgemeinere Bezeichnung Found Footage.
Der Erfolg des Erstlings führte zu mehreren Fortsetzungen, von der REC 4: APOCALYPSE den Abschluss der blutigen Reihe darstellt.
 
Fernsehmoderatorin Ángela und ihr Kameramann Pablo wollen eigentlich nur eine Nacht lang den Alltag der Männer einer Feuerwache dokumentieren. So denken sie sich nichts weiter, als sie zu einem Routine-Einsatz in ein Mietshaus gerufen werden, bei dem die Feuerwehr der Polizei die Tür zu einer Wohnung öffnen soll. Doch dann werden sie dort von einer blutverschmierten Frau angegriffen, ein Polizist wird schwer verletzt. Flucht ist nicht mehr möglich, denn mittlerweile hat die Polizei das Gebäude unter Quarantäne gestellt. Alle sind gefangen in dem Haus. Isoliert von der Außenwelt. Kein Telefon, kein Handy, kein Radio oder Fernsehen – nichts funktioniert. Dann bricht die Hölle los… Das Original, das 2008 eine US-Neuverfilmung unter dem Titel QUARANTÄNE erhielt, reizt die Stilmittel des Mockumentary/Found Footage-Subgenres bis aufs Äußerste aus und präsentiert dem Zuschauer ein beklemmendes Katastrophenszenario als Ausgangspunkt für einen nervenaufreibenden Schocker. Der Filmstil mit der schwindelerregenden Kamera sorgt von Beginn an für Tempo und Bewegung und lässt den Zuschauer hautnah am blutigen Geschehen dabei sein. Teilweise sind die Szenen so hektisch, dass man kaum etwas erkennen kann – was nicht den Reiz der Inszenierung ausmacht, aber für eine unglaubliche Intensität sorgt. In den wenigen Interview-Sequenzen ist die Kamera angenehm ruhig, so dass sich der Zuschauer kurz erholen kann – nur um kurz darauf wieder in die Handlung gesogen zu werden. REC spielt geschickt mit den Ängsten der Zuschauer und entfacht einen klaustrophobischen Alptraum und schürt dabei die Ängste vor der Dunkelheit und dem Unbekannten. JAUME BALAGUERÓ und PACO PLAZA gelang dabei eine filmische Geisterbahnfahrt, glaubwürdig und intensiv gespielt, und in der deutschen Fassung angemessen synchronisiert.

About

Jahrgang 1975, dreifacher Familienvater und leidenschaftlicher, aber nicht exzessiver Filmsammler. Ich habe ein ganz besonderes Faible für die 60er, 70er und 80er Jahre, für das deutsche und italienische Genrekino mit all seinen Facetten. Ob Edgar Wallace, Karl May oder TV-Klassiker wie DERRICK, DER ALTE oder TATORT - das sind die Titel, mit denen ich groß geworden bin. Mit Komikern wie LOUIS DE FUNES und HEINZ ERHARDT, mit SEAN CONNERY und ROGER MOORE als JAMES BOND, mit BLACKY FUCHSBERGER als Inspector Higgins, JOHN WAYNE als Westernheld und CHRISTOPHER LEE als DRACULA. Meine bevorzugten Genres sind Horror, Thriller und Old School-Action - im speziellen bin ich ein Freund von Slasher und Splatter-Machwerken, Zombiefilmen, Gialli und Polizieschi. Ich liebe den Psychothriller genauso wie den Polit- und Verschwörungsthriller, ich mag Tier-Horror fast jeder Art und die Mitternachtsfilme, mit denen mir RTL und SAT.1 am Wochenende die Jugend versüßten. Ich sage nur: LASS JUCKEN, KUMPEL. Science-Fiction und Fantasyfilme sind weniger mein Genre, ich mag auch nicht die modernen Big Budget-Blockmuster, die mit CGI und famoser Tricktechnik vollgestopft sind. Nett anzuschauen, aber seelenlos. Ich bin eher der Freund von Trash- und B-Movies und melde mich auch nur bei den Genres zu Wort, von denen ich Ahnung habe. Meine Lieblingsfilme sind u.a. WOODOO - SCHRECKENSINSEL DER ZOMBIES, TENEBRE und AUF DER FLUCHT. Das sind nur drei Beispiele - alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. In meine Sammlung kommen nur solche Titel, die einen nostalgischen Wert für mich haben und Filme, die ich mir immer wieder anschauen würde. Langeweile und filmische Eintagsfliegen, die zu schauen einmal ausreicht, werden gleich entsorgt. Als "Prinzessin Balduin" und "Trash-Luder Balduin" bin ich Herrin über TITTEN, TRASH und TERROR!

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