Kritik: POSEIDON REX

Ab 12.12. auf DVD, BR und 3D-BR über MVL-Medienvertrieb Lauenstein im Handel:

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Der weltbekannte Schatzsucher Jackson Slate, steht kurz davor den sagenumwobenen Goldschatz der Azteken, den Hernan Cortes einst mit seiner Flotte verloren hatte, zu finden. Die Spur führt in die Gewässer der Karibik, wo vor einer abgelegenen Insel tief im Sand des Meeresbodens sehr alte Schiffswracks geortet wurden. Slate versucht mit Dynamit, die Schiffe vom Sand und Gestein der Jahrhunderte zu befreien. Dabei reißt er einen verdeckt gelegenen Meeresgraben wieder auf, der tausende Meter in die Tiefe führt und in dessen Schutz eine urzeitliche Spezies überleben konnte: POSEIDON REX, der größte Meeresräuber, der je auf diesem Planeten gelebt hat. Das wahrhaft riesige Urtier greift nun wahllos alles an, was sich ihm in den Weg stellt. Slate wittert seine Chance, denn die Entdeckung ist sogar mehr wert, als alle Goldschätze der Welt.  Zusammen mit der attraktiven Meeresbiologin Sarah will er die Brut des Monsters bergen…

Es vergeht kein Monat, in dem das Heimkino nicht von preisgünstig produzierten Tierhorror- und Creature-Movies überflutet wird. POSEIDON REX ist da keine Ausnahme und bietet dem anspruchslosen Trash-Liebhaber die sattsam bekannten und beliebten Stilmittel und Stereotypen des Genres, die von Regie-Routinier MARK L. LESTER solide in Szene gesetzt worden sind: vollbusige Bikini-Babes, ein tollkühner Held und malerische Kulissen, durch die eine akzeptabel animierte Kreatur stampft. Doch sieht man von den talentfreien Komparsen und einigen Regie-Fehlern ab, aus denen die unfreiwillige Komik dieser Low Budget-Produktion resultiert, nimmt sich POSEIDON REX selbst viel zu ernst, um dem Zuschauer auch nur ansatzweise den Spaß zu bieten, den man bei so einem Titel erwarten könnte.

Trotz eines versierten Regisseurs, dem wir Klassiker und Hits wie DIE KLASSE VON 1984, DAS PHANTOM-KOMMANDO, DER FEUERTEUFEL, SHOWDOWN IN LITTLE TOKYO, THE BASE oder EXTREME JUSTICE zu verdanken haben, wird hier eindrucksvoll bewiesen, wie tief man sinken kann. Bereits mit C-Movies wie PTERODACTYL oder YETI, DAS SCHNEEMONSTER begann der Abstieg von LESTER, der mangels Budget kaum noch die Qualitäten entfalten kann, die ihn einst auszeichneten. Und so dümpelt POSEIDON REX lange Zeit in den kristallklaren Tiefen der karibischen See vor sich hin. Die Angriffe des titelgebenden Urzeit-Monsters sind unblutig und unspektakulär in Szene gesetzt, während die Rahmenhandlung kaum zu überzeugen, geschweige denn zu interessieren vermag. Dem Film mangelt es einfach an absurden Szenarien und guten Gags. Es reicht einfach nicht, einen Dinosaurier aus dem Meer zu zaubern, wenn kein Spaß dabei aufkommt. Im Angesicht der Konkurrenz und der Vielzahl an ähnlichen Produktionen, bietet POSEIDON REX einfach viel zu wenig. Gegen Ende kommt zwar etwas Bewegung in die Angelegenheit – doch unterm Strich ist der Film unbefriedigend und langweilig.

About

Jahrgang 1975, dreifacher Familienvater und leidenschaftlicher, aber nicht exzessiver Filmsammler. Ich habe ein ganz besonderes Faible für die 60er, 70er und 80er Jahre, für das deutsche und italienische Genrekino mit all seinen Facetten. Ob Edgar Wallace, Karl May oder TV-Klassiker wie DERRICK, DER ALTE oder TATORT - das sind die Titel, mit denen ich groß geworden bin. Mit Komikern wie LOUIS DE FUNES und HEINZ ERHARDT, mit SEAN CONNERY und ROGER MOORE als JAMES BOND, mit BLACKY FUCHSBERGER als Inspector Higgins, JOHN WAYNE als Westernheld und CHRISTOPHER LEE als DRACULA. Meine bevorzugten Genres sind Horror, Thriller und Old School-Action - im speziellen bin ich ein Freund von Slasher und Splatter-Machwerken, Zombiefilmen, Gialli und Polizieschi. Ich liebe den Psychothriller genauso wie den Polit- und Verschwörungsthriller, ich mag Tier-Horror fast jeder Art und die Mitternachtsfilme, mit denen mir RTL und SAT.1 am Wochenende die Jugend versüßten. Ich sage nur: LASS JUCKEN, KUMPEL. Science-Fiction und Fantasyfilme sind weniger mein Genre, ich mag auch nicht die modernen Big Budget-Blockmuster, die mit CGI und famoser Tricktechnik vollgestopft sind. Nett anzuschauen, aber seelenlos. Ich bin eher der Freund von Trash- und B-Movies und melde mich auch nur bei den Genres zu Wort, von denen ich Ahnung habe. Meine Lieblingsfilme sind u.a. WOODOO - SCHRECKENSINSEL DER ZOMBIES, TENEBRE und AUF DER FLUCHT. Das sind nur drei Beispiele - alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. In meine Sammlung kommen nur solche Titel, die einen nostalgischen Wert für mich haben und Filme, die ich mir immer wieder anschauen würde. Langeweile und filmische Eintagsfliegen, die zu schauen einmal ausreicht, werden gleich entsorgt. Als "Prinzessin Balduin" und "Trash-Luder Balduin" bin ich Herrin über TITTEN, TRASH und TERROR!

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