Kritik: ORPHAN BLACK

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Mit “Orphan Black – Ein Klon ist niemals allein” packt Anbieter polyband Medien mal wieder eine höchst unterhaltsame und spannende TV-Serie der BBC aus. Auf 2 Blu-rays bzw. 3 DVDs sind die zehn Episoden der ersten Staffel der Serie vereint, in der eine junge Frau (die für diese Rolle für den Golden Globe nominierte Tatiana Maslany aus “Die Tore der Welt”) erfährt, dass es zahlreiche Frauen gibt, die genau so aussehen wie sie. Ist sie selbst nur ein Klon? Staffel 1 bereits seit dem 30. Mai 2014 auf DVD und BR zu kaufen, Staffel 2 in identischer Ausführung seit dem 22.12.2014 (auch als Set zusammen mit Staffel 1 in einer Box).

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“Orphan Black – Ein Klon ist niemals allein”: Staffel 1 auf DVD und Blu-ray

ORPHAN BLACK Series 1Der Doppelschock sitzt tief: Sarah Manning (Tatiana Maslany) muss am Bahnsteig miterleben, wie eine junge Frau vor den heranfahrenden Zug springt und dabei stirbt. Das Verwirrende dabei: Die junge Frau sieht genau so aus wie sie! Im Trubel des Suizids und der auflaufenden Menschen schnappt sich Sarah die Tasche der Verstorbenen samt Ausweis, Handys und Haustürschlüssel. Sie will dringend herausfinden, wer diese Person war, die ihr so sehr ähnelte. Diese – Elizabeth Childs – hatte ordentlich Geld angespart, wie ein spontaner Besuch in ihrem Zuhause offenbart. Da Sarah mit gefährlichen Drogengeschäften allerhand Probleme mit ihrem aggressiven Ex-Freund und den Finanzen hat, ist der Entschluss schnell gefasst: Sarah nimmt die Identität von Elizabeth an, schaut sich deren Verhaltensweisen auf Home-Videos ab und will die Verstorbene um das ja eh nicht mehr benötigte Geld erleichtern. Elizabeths Leiche wird derweil von Pflegebruder Felix (Jordan Gavaris, “Unnatural History”) als die von Sarah identifiziert, um den Identitätenwechsel perfekt zu machen. Das Vorhaben erweist sich jedoch als deutlich schwieriger als erwartet, denn Sarah landet schon bald auf dem Polizeirevier: Elizabeth war Detective und wegen interner Ermittlungen in großer Gefahr. Eine Gefahr, der sich nun auch Sarah ausgesetzt sieht, nicht nur, weil Elizabeths mysteriöser Freund (Dylan Bruce, “Arrow”, “Jung und leidenschaftlich”) schon bald auf der Bildfläche auftaucht. Derweil bringt sie in Erfahrung, dass die Ähnlichkeiten zwischen ihr und Elizabeth offenbar mit Klon-Experimenten zu tun haben.

Serien-Kritik – “Orphan Black – Ein Klon ist niemals allein” auf DVD und Blu-ray

ORPHAN BLACK Series 1Eine gruselige Vorstellung, sich plötzlich nicht mehr als eigenständiges Individuum sehen zu können, sondern als eine Kopie, die zahlreichen anderen wie ein Ei dem anderen gleicht. “Orphan Black” greift dieses Szenario auf und verpackt es in eine sehr spannende Serie. Der Grund dafür, dass das über mehrere Episoden funktioniert und eine zehnteilige erste Staffel ermöglicht wurde (und eine zweite, die inzwischen im TV läuft) ist die Tatsache, dass immer neue Facetten in die Geschichte eingearbeitet werden. Immer neue Aspekte treten ans Tageslicht und sorgen für ständige Frische. Für die ist auch zum Großteil Tatiana Maslany verantwortlich. Die 1985 geborene Kanadierin, die unter anderem in der Ken-Follett-Verfilmung “Die Tore der Welt”, “Violet & Daisy” und “The Messengers” zu sehen war, erhielt für ihre Darstellung zu Recht eine Golden-Globe-Nominierung. Sie schafft es, nicht nur die Hauptfigur selbst authentisch darzustellen, sondern auch all die anderen Klone, die im Laufe der Serie auftauchen und große Ähnlichkeiten, aber alle für sich natürlich auch ihre jeweiligen Unterschiede aufweisen. Bei aller Spannung geizt die Serie aber auch nicht mit einer lockeren Prise Humor.

Fazit

Interessantes Szenario auf spannende Weise umgesetzt und mit toller Hauptdarstellerin besetzt. (MATHIAS WAGNER)

About

Jahrgang 1975, dreifacher Familienvater und leidenschaftlicher, aber nicht exzessiver Filmsammler. Ich habe ein ganz besonderes Faible für die 60er, 70er und 80er Jahre, für das deutsche und italienische Genrekino mit all seinen Facetten. Ob Edgar Wallace, Karl May oder TV-Klassiker wie DERRICK, DER ALTE oder TATORT - das sind die Titel, mit denen ich groß geworden bin. Mit Komikern wie LOUIS DE FUNES und HEINZ ERHARDT, mit SEAN CONNERY und ROGER MOORE als JAMES BOND, mit BLACKY FUCHSBERGER als Inspector Higgins, JOHN WAYNE als Westernheld und CHRISTOPHER LEE als DRACULA. Meine bevorzugten Genres sind Horror, Thriller und Old School-Action - im speziellen bin ich ein Freund von Slasher und Splatter-Machwerken, Zombiefilmen, Gialli und Polizieschi. Ich liebe den Psychothriller genauso wie den Polit- und Verschwörungsthriller, ich mag Tier-Horror fast jeder Art und die Mitternachtsfilme, mit denen mir RTL und SAT.1 am Wochenende die Jugend versüßten. Ich sage nur: LASS JUCKEN, KUMPEL. Science-Fiction und Fantasyfilme sind weniger mein Genre, ich mag auch nicht die modernen Big Budget-Blockmuster, die mit CGI und famoser Tricktechnik vollgestopft sind. Nett anzuschauen, aber seelenlos. Ich bin eher der Freund von Trash- und B-Movies und melde mich auch nur bei den Genres zu Wort, von denen ich Ahnung habe. Meine Lieblingsfilme sind u.a. WOODOO - SCHRECKENSINSEL DER ZOMBIES, TENEBRE und AUF DER FLUCHT. Das sind nur drei Beispiele - alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. In meine Sammlung kommen nur solche Titel, die einen nostalgischen Wert für mich haben und Filme, die ich mir immer wieder anschauen würde. Langeweile und filmische Eintagsfliegen, die zu schauen einmal ausreicht, werden gleich entsorgt. Als "Prinzessin Balduin" und "Trash-Luder Balduin" bin ich Herrin über TITTEN, TRASH und TERROR!

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