Kritik: MOB CITY

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Eine Mafia-Serie von “The Walking Dead”-Schöpfer Frank Darabont? Muss man sehen! Kann man in Deutschland zum Glück jetzt auch im Heimkino. Auf DVD und BR sind seit 2. Juli 2015 sechs Episoden à 40 Minuten erhältlich, die uns in die 1940er-Jahre führen und dabei Mafia und Polizei von Los Angeles aufeinander prallen lassen. Leider waren die sechs Episoden die einzigen, da TV-Sender TNT die Serie nach nur einer kurzen Staffel bereits wieder gecancelt hatte.

Die Mafia-Serie von “The Walking Dead”-Schöpfer Frank Darabont

MOB CITY (TNT)Die 1940er Jahre waren in den USA wohl die Hochzeit der Mafia-Geschäfte. Die Serie “Mob City” führt uns ins Los Angeles genau dieser Zeit – und präsentiert uns zwei Seiten, die völlig unterschiedlich sind und sich doch miteinander zu vermischen scheinen: Gemeint sind eben die Mafia mit all ihren Bossen, Gangstern und kleinen Fischen, die hoffen, im großen Teich die dicke Kohle und viel Macht abgreifen zu können. Auf der anderen Seite steht das L.A. Police Department, doch so unterschiedlich sind die beiden Fraktionen wahrlich nicht all zu häufig in dieser Zeit der Korruption und der Maulwürfe inmitten von Infiltrierung in beiden Parteien. Fix- und Angelpunkt von “Mob City” ist die Hauptfigur Joe Teague (Jon Bernthal, “The Walking Dead”). Joe ist Polizist, gerät aber immer wieder zwischen die Fronten. Er will sich selbst treu bleiben, doch die Macht der Mafia ist immens, einschüchternd, gefährlich und auch anziehend. Polizei-Captain William Parker (Neal McDonough, “Suits”, “Justified”) und MOB CITY (TNT)die einflussreichen Mafiosi Bugsy Siegel (Edward Burns, “Der Soldat James Ryan”), Sid Rothman (Robert Knepper, “Heroes”) und Mickey Cohen (Jeremy Luke, “Don Jon”) sowie Anwalt Ned Stax (Milo Ventimiglia, “Heroes”, “Gotham”), Nachtclub-Angestellte Jasmina (Alexa Davalos, “Kampf der Titanen”) und Stand-Up-Comedian Hecky Nash (Simon Pegg, “Star Trek”, in einer Gastrolle) sind die weiteren wichtigen Figuren in einem spannenden Machtkampf, in dem Recht und Ordnung nicht gerade simpel durchsetzbar sind. “Mob City” spielt 1947, doch immer wieder werden wir in der Zeit zurück geworfen – bis in die 20er-Jahre erfahren wir von den Ursprüngen einiger Handlungsstränge und Charaktere. Nach der Buchvorlage “L.A. Noir: The Struggle for the Soul of America’s Most Seductive City” von John Buntin sind von “The Walking Dead”-Schöpfer Frank Darabont sechs Episoden produziert worden, die Zuschauer und Kritiker mehr als nur überzeugen konnten. Leider zog MOB CITY (TNT)TV-Sender TNT nach eben diesen sechs Episoden bereits den Stecker und ließ keine weiteren Folgen mehr anfertigen. Diese Absetzung ist sehr schade, denn man hätte sich doch gerne noch mehr intensive Geschichten dieser hoch aufregenden Zeit gewünscht – zumal sie von Darstellern über Spannungskurven und Ausstattung bis hin zur Kameraarbeit klasse produziert wurden. So muss man sich mit einer kurzen Staffel begnügen, die sich auf DVD und Blu-ray dafür richtig gut sehen lassen kann. Diverse Featurettes und Making ofs mit einer Bonusmaterial-Laufzeit von 40 Minuten runden die Heimkino-Veröffentlichung ab.

Fazit

Leider nur sehr kurzlebige Mafia-Serie, die Herzen von Gangster-Fans sehr hoch schlagen lässt. (MATHIAS WAGNER)

About

Jahrgang 1975, dreifacher Familienvater und leidenschaftlicher, aber nicht exzessiver Filmsammler. Ich habe ein ganz besonderes Faible für die 60er, 70er und 80er Jahre, für das deutsche und italienische Genrekino mit all seinen Facetten. Ob Edgar Wallace, Karl May oder TV-Klassiker wie DERRICK, DER ALTE oder TATORT - das sind die Titel, mit denen ich groß geworden bin. Mit Komikern wie LOUIS DE FUNES und HEINZ ERHARDT, mit SEAN CONNERY und ROGER MOORE als JAMES BOND, mit BLACKY FUCHSBERGER als Inspector Higgins, JOHN WAYNE als Westernheld und CHRISTOPHER LEE als DRACULA. Meine bevorzugten Genres sind Horror, Thriller und Old School-Action - im speziellen bin ich ein Freund von Slasher und Splatter-Machwerken, Zombiefilmen, Gialli und Polizieschi. Ich liebe den Psychothriller genauso wie den Polit- und Verschwörungsthriller, ich mag Tier-Horror fast jeder Art und die Mitternachtsfilme, mit denen mir RTL und SAT.1 am Wochenende die Jugend versüßten. Ich sage nur: LASS JUCKEN, KUMPEL. Science-Fiction und Fantasyfilme sind weniger mein Genre, ich mag auch nicht die modernen Big Budget-Blockmuster, die mit CGI und famoser Tricktechnik vollgestopft sind. Nett anzuschauen, aber seelenlos. Ich bin eher der Freund von Trash- und B-Movies und melde mich auch nur bei den Genres zu Wort, von denen ich Ahnung habe. Meine Lieblingsfilme sind u.a. WOODOO - SCHRECKENSINSEL DER ZOMBIES, TENEBRE und AUF DER FLUCHT. Das sind nur drei Beispiele - alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. In meine Sammlung kommen nur solche Titel, die einen nostalgischen Wert für mich haben und Filme, die ich mir immer wieder anschauen würde. Langeweile und filmische Eintagsfliegen, die zu schauen einmal ausreicht, werden gleich entsorgt. Als "Prinzessin Balduin" und "Trash-Luder Balduin" bin ich Herrin über TITTEN, TRASH und TERROR!

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