Kritik: MERCENARIES

MERCENARIES

Bevor Hollywood die geplante weibliche Variante in die Tat umsetzen konnte, sorgte THE ASYLUM, berühmt-berüchtigt für ihre Mockbuster-Adaptionen erfolgreicher Blockbuster, mit MERCENARIES für die geballte Frauenpower-Version von SYLVESTER STALLONES Old School-Action-Franchise THE EXPENDABLES. So vollbusig der Cast, mit einer völlig talentfreien ZOE BELL und 80ies-Action-Ikone BRIGITTE NIELSEN an der Spitze, so flachbrüstig ist die banale Handlung, in der fünf inhaftierte Knastschwestern in bewährter DAS DRECKIGE DUTZEND-Tradition aufräumen:

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Nachdem eine hochrangige US-Diplomatin und Tochter des Präsidenten in einem Kriegsgebiet in die Hände des machtübernehmenden Diktators gefallen ist und irgendwo in einem heruntergekommenen Frauengefängnis gefoltert und gefangen gehalten wird, muss eine sehr riskante und unkonventionelle Rettungsaktion gestartet werden. Da Verhandlungen oder ein Gefangenenaustausch mit der Diktatur nicht in Frage kommen, wird eine weibliche Elite-Kommandoeinheit, getarnt als mutmaßliche Kriegsverbrecherinnen, in eben jenes Gefängnis eingeschleust, in dem die Diplomatin gefangen gehalten wird. Die Kämpferinnen kennen kein Erbarmen, als sie den Ausbruch vorbereiten…

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CHRISTOPHER OLEN RAY, Spross des unter Trash-Liebhabern sowohl gefürchteten als auch verehrten FRED OLEN RAY, setzt die Tradition von THE ASYLUM fort und liefert ein preisgünstig herunter gekurbeltes Action-Vehikel mit einer erstaunlich guten Besetzung ab, die mit einigen bekannten B-Stars vergangener Zeiten aufwarten kann: Mit ZOE BELL (DEATH PROOF, RAZE – FIGHT OR DIE!), VIVICA A. FOX (KILL BILL VOL. 1, SHARKNADO II), KRISTIANNA LOKEN (TERMINATOR III), BRIGITTE NIELSEN (RED SONJA, DIE CITY-COBRA, BEVERLY HILLS COP II, ICH BIN EIN STAR – HOLT MICH HIER RAUS) und Martial Arts-Heroine CYNTHIA ROTHROCK in einer Nebenrolle, entstand ein dürftiger Männerfilm, bei denen die Darstellerinnen die wohl größten Schauwerte darstellen. Einleitung und Finale wissen zu gefallen, während sich der Mittelteil unendlich zieht. Ein paar Fights, Feuergefechte und Explosionen zwischen dummen Dialogen und mäßiger Synchronisation – das ist alles, was letzten Endes bei MERCENARIES unterm Strich steht.

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Saftige Shoot Outs und Actionszenen – allesamt CGI-lastig – und die Erkenntnis, dass hier zwar Trash vorliegt, der aber kaum Spaß macht, machen die Enttäuschung perfekt. MERCENARIES hat Potential, das für ein einfallsloses Drehbuch vergeudet wurde. Lediglich BRIGITTE NIELSEN ist eine sichere Bank, die mit Inbru(n)st das ihr anhaftende Klischee der dominanten und eiskalten Killer-Lady perfekt zur Geltung bringt und den Rest des Cast an die Wand spielt.

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Ein unterdurchschnittliches, streckenweise langweiliges „Vergnügen“ mit Aussicht auf eine Fortsetzung. Allesgucker werden zugreifen, wer etwas mehr Anspruch erwartet sollte zum Original greifen!

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About

Jahrgang 1975, dreifacher Familienvater und leidenschaftlicher, aber nicht exzessiver Filmsammler. Ich habe ein ganz besonderes Faible für die 60er, 70er und 80er Jahre, für das deutsche und italienische Genrekino mit all seinen Facetten. Ob Edgar Wallace, Karl May oder TV-Klassiker wie DERRICK, DER ALTE oder TATORT - das sind die Titel, mit denen ich groß geworden bin. Mit Komikern wie LOUIS DE FUNES und HEINZ ERHARDT, mit SEAN CONNERY und ROGER MOORE als JAMES BOND, mit BLACKY FUCHSBERGER als Inspector Higgins, JOHN WAYNE als Westernheld und CHRISTOPHER LEE als DRACULA. Meine bevorzugten Genres sind Horror, Thriller und Old School-Action - im speziellen bin ich ein Freund von Slasher und Splatter-Machwerken, Zombiefilmen, Gialli und Polizieschi. Ich liebe den Psychothriller genauso wie den Polit- und Verschwörungsthriller, ich mag Tier-Horror fast jeder Art und die Mitternachtsfilme, mit denen mir RTL und SAT.1 am Wochenende die Jugend versüßten. Ich sage nur: LASS JUCKEN, KUMPEL. Science-Fiction und Fantasyfilme sind weniger mein Genre, ich mag auch nicht die modernen Big Budget-Blockmuster, die mit CGI und famoser Tricktechnik vollgestopft sind. Nett anzuschauen, aber seelenlos. Ich bin eher der Freund von Trash- und B-Movies und melde mich auch nur bei den Genres zu Wort, von denen ich Ahnung habe. Meine Lieblingsfilme sind u.a. WOODOO - SCHRECKENSINSEL DER ZOMBIES, TENEBRE und AUF DER FLUCHT. Das sind nur drei Beispiele - alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. In meine Sammlung kommen nur solche Titel, die einen nostalgischen Wert für mich haben und Filme, die ich mir immer wieder anschauen würde. Langeweile und filmische Eintagsfliegen, die zu schauen einmal ausreicht, werden gleich entsorgt. Als "Prinzessin Balduin" und "Trash-Luder Balduin" bin ich Herrin über TITTEN, TRASH und TERROR!

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