Kritik: EXTRALARGE – TÖDLICHES SPIEL

Nach MIAMI KILLER hielt mit TÖDLICHES SPIEL eine weitere überdurchschnittlich gute Episode Einzug in die EXTRALARGE-Reihe und überrascht dabei mit einem hohen Actionanteil und einigen Härten, die vor allem in einem bleihaltigen Finale münden. ERIK ESTRADA (bekannt aus der Serie CHIPS) überzeugt als Jack Costellos harter Gegner Dominic Gonzales, der nach außen hin den seriösen Geschäftsmann gibt, hinter dessen aalglatter Fassade aber ein weitverzweigtes, kriminelles Imperium die Fäden im Drogenhandel zieht. Als der Gangsterboss auch im Wettbetrug mitmischt und die Spiele eines Football-Teams durch deren Starspieler manipulieren lässt, setzt das eine tödliche Gewaltspirale in Gang und Jack Costello findet sich alsbald auf der Abschussliste des Verbrechers wieder.

Drogenhandel, Wett-Manipulationen, Experimente eines Sportmediziners, ein toter Football-Star und ein Edel-Callgirl, das ebenfalls kaltblütig ermordet wird – das sind die Zutaten von TÖDLICHES SPIEL, an dem insgesamt drei Drehbuchautoren feilten. Italiens Action-Experte ENZO G. CASTELLARI mixte daraus einen unterhaltsamen Krimi-Cocktail, der mit den, für diese Reihe üblichen schalen Gags und Zoten angereichert wurde – unnötige Zutaten, die Gott sei Dank, nicht in rauen Mengen hinzugefügt wurden. Dennoch bremst der alberne Humoranteil die ernste Thematik aus und gipfelt sogar in einer Sexszene, die in diesem Format befremdlich wirkt.

Doch Tempo und Action bestimmen diese Episode, so dass man über die infantilen Albernheiten großmütig hinwegsehen kann – auch wenn die deutsche Synchronisation ein paar Fehler aufweist. Unterm Strich bleibt jedoch eine pfiffige und thematisch ansprechende Episode mit einem alternden BUD SPENCER, der zwar hier nicht ganz zu alter Form aufläuft, aber alle Sympathiepunkte auf seiner Seite hat. 7/10

About

Jahrgang 1975, dreifacher Familienvater und leidenschaftlicher, aber nicht exzessiver Filmsammler. Ich habe ein ganz besonderes Faible für die 60er, 70er und 80er Jahre, für das deutsche und italienische Genrekino mit all seinen Facetten. Ob Edgar Wallace, Karl May oder TV-Klassiker wie DERRICK, DER ALTE oder TATORT - das sind die Titel, mit denen ich groß geworden bin. Mit Komikern wie LOUIS DE FUNES und HEINZ ERHARDT, mit SEAN CONNERY und ROGER MOORE als JAMES BOND, mit BLACKY FUCHSBERGER als Inspector Higgins, JOHN WAYNE als Westernheld und CHRISTOPHER LEE als DRACULA. Meine bevorzugten Genres sind Horror, Thriller und Old School-Action - im speziellen bin ich ein Freund von Slasher und Splatter-Machwerken, Zombiefilmen, Gialli und Polizieschi. Ich liebe den Psychothriller genauso wie den Polit- und Verschwörungsthriller, ich mag Tier-Horror fast jeder Art und die Mitternachtsfilme, mit denen mir RTL und SAT.1 am Wochenende die Jugend versüßten. Ich sage nur: LASS JUCKEN, KUMPEL. Science-Fiction und Fantasyfilme sind weniger mein Genre, ich mag auch nicht die modernen Big Budget-Blockmuster, die mit CGI und famoser Tricktechnik vollgestopft sind. Nett anzuschauen, aber seelenlos. Ich bin eher der Freund von Trash- und B-Movies und melde mich auch nur bei den Genres zu Wort, von denen ich Ahnung habe. Meine Lieblingsfilme sind u.a. WOODOO - SCHRECKENSINSEL DER ZOMBIES, TENEBRE und AUF DER FLUCHT. Das sind nur drei Beispiele - alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. In meine Sammlung kommen nur solche Titel, die einen nostalgischen Wert für mich haben und Filme, die ich mir immer wieder anschauen würde. Langeweile und filmische Eintagsfliegen, die zu schauen einmal ausreicht, werden gleich entsorgt. Als "Prinzessin Balduin" und "Trash-Luder Balduin" bin ich Herrin über TITTEN, TRASH und TERROR!

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