Kritik: EXTRALARGE 04 – MIAMI KILLER

Ein unheimlicher Serienkiller macht in Miami Jagd auf kleine Schulmädchen. Die Bevölkerung ist entsetzt, die Polizei steht seitens der Staatsanwaltschaft massiv unter Druck. Privatdetektiv Jack Costello alias EXTRALARGE (BUD SPENCER) und sein Assistent Dumas (PHILIP MICHAEL THOMAS) mischen sich in die Ermittlungen ein und machen sehr schnell ein paar Verdächtige aus. Fast zu spät merken sie, dass der Mörder sich mit den Taten für den Tod seiner eigenen kleinen Tochter rächt – können sie die kleine Else retten, die der wahnsinnige Killer bereits im Visier hat?

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Mit MIAMI KILLER liegt nicht nur eine der besten Episoden der Serie EXTRALARGE vor, sondern auch die düsterste der gesamten Reihe. Weniger platte Albernheiten und witzlose Zoten, sondern vielmehr Spannung und Dramatik – auch wenn gewiefte Spürhunde den wahren Täter schnell ausmachen und sich nicht von den falschen Fährten in die Irre führen lassen. Außerdem scheint CARLO PEDERSOLI alias BUD SPENCER, der mit am Drehbuch schrieb, LUCIO FULCIS Slasher/Giallo-Hybriden DER NEW YORK RIPPER zu kennen, dessen Motiv man sich für MIAMI KILLER bedient hatte.

Von ENZO G. CASTELLARI, Italiens ungekröntem König des Polizieschi, gewohnt einfallsreich und mit guter Kameraarbeit in Szene gesetzt, punktet der Film außerdem mit zwei hervorragenden Nebendarstellern (CHRISTOPHER ADKINS – DIE BLAUE LAGUNE – und VADIM GLOWNA – STEINER, DAS EISERNE KREUZ – ) und einem gelungenen Score, der die thrilligen Momente des Plots perfekt zur Geltung bringt.

Trotz kleinerer Makel in punkto Synchronisation und Dialoge sowie der angewendeten Psychologie für den Hausgebrauch, ist MIAMI KILLER ein durchaus gelungener Thriller ohne nennenswerte Längen.

About

Jahrgang 1975, dreifacher Familienvater und leidenschaftlicher, aber nicht exzessiver Filmsammler. Ich habe ein ganz besonderes Faible für die 60er, 70er und 80er Jahre, für das deutsche und italienische Genrekino mit all seinen Facetten. Ob Edgar Wallace, Karl May oder TV-Klassiker wie DERRICK, DER ALTE oder TATORT - das sind die Titel, mit denen ich groß geworden bin. Mit Komikern wie LOUIS DE FUNES und HEINZ ERHARDT, mit SEAN CONNERY und ROGER MOORE als JAMES BOND, mit BLACKY FUCHSBERGER als Inspector Higgins, JOHN WAYNE als Westernheld und CHRISTOPHER LEE als DRACULA. Meine bevorzugten Genres sind Horror, Thriller und Old School-Action - im speziellen bin ich ein Freund von Slasher und Splatter-Machwerken, Zombiefilmen, Gialli und Polizieschi. Ich liebe den Psychothriller genauso wie den Polit- und Verschwörungsthriller, ich mag Tier-Horror fast jeder Art und die Mitternachtsfilme, mit denen mir RTL und SAT.1 am Wochenende die Jugend versüßten. Ich sage nur: LASS JUCKEN, KUMPEL. Science-Fiction und Fantasyfilme sind weniger mein Genre, ich mag auch nicht die modernen Big Budget-Blockmuster, die mit CGI und famoser Tricktechnik vollgestopft sind. Nett anzuschauen, aber seelenlos. Ich bin eher der Freund von Trash- und B-Movies und melde mich auch nur bei den Genres zu Wort, von denen ich Ahnung habe. Meine Lieblingsfilme sind u.a. WOODOO - SCHRECKENSINSEL DER ZOMBIES, TENEBRE und AUF DER FLUCHT. Das sind nur drei Beispiele - alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. In meine Sammlung kommen nur solche Titel, die einen nostalgischen Wert für mich haben und Filme, die ich mir immer wieder anschauen würde. Langeweile und filmische Eintagsfliegen, die zu schauen einmal ausreicht, werden gleich entsorgt. Als "Prinzessin Balduin" und "Trash-Luder Balduin" bin ich Herrin über TITTEN, TRASH und TERROR!

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