Kritik: DOCTOR WHO – 7. Doktor, Vol. 1

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Neues Futter für “Doctor Who”-Jünger! Die britische Science-Fiction-Serie um den Time Lord Doctor Who, der durch Raum und Zeit reist und dabei allerhand Abenteuer erlebt, erfreut sich aktuell immenser Beliebtheit. Gestartet im Jahr 1963 lief die Serie bis 1989, ehe sie erstmals endete. Nach einem TV-Film im Jahr 1996 kam die Wiederauferstehung dann 2005 mit der neuen Serie, die seitdem läuft. Die 4-Disc-Edition “Doctor Who – Siebter Doktor: Volume 1” schickt uns nun zurück ins Jahr 1987, zur siebten Regeneration des Doktors und die 24. Staffel. Vier folgenübergreifende Geschichten in 14 Episoden mit Sylvester McCoy (Radagast in “Der Hobbit”) als Doctor sind seit dem 28. November 2014 im DVD-Boxset zu kaufen.

“Doctor Who – Siebter Doktor: Volume 1” im schicken DVD-Boxset

DOCTOR WHO - TIME & THE RANIIhr kennt die aktuelle “Doctor Who”-Serie, aber die alte nicht? Oder Ihr kennt auch das Original und wollt euch in dieser Richtung weiterbilden? Oder steht einfach auf sympathische, liebevoll gemachte Science-Fiction? Dann ist diese Box von “Doctor Who – Siebter Doktor: Volume 1” auf jeden Fall die Sichtung mehr als nur wert. Erstmals erscheinen die 14 Episoden der 24. Staffel aus dem Jahr 1987 in Deutschland auf DVD und schicken uns durch Raum und Zeit. Direkt zu Beginn der ersten Folge reinkarniert der sechste Doktor (Colin Baker) zum siebten, der uns in der Box in vier längeren, gestückelten Geschichten zu unterhalten weiß. Unter anderem mit Panama-Hut, einem Regenschirm als Krücke und buntem Outfit ausgestattet, führt er uns durch die jeweils mehrteiligen Storys “Terror auf Lakertia” (“Time and the Rani”), “Der Fluch des Kroagnon” (“Paradise Towers”), “Delta und die Bannermänner” (“Delta and the Bannermen”) und “Das Feuer des 3Drachen” (“Dragonfire”). Mit Overacting, putzigen Klamotten und Wesen sowie einem Doctor, der eine Menge Slapstick-Anleihen hat, wirken die Folgen dabei häufig wie eine Mischung aus Clownsnummern und Theater – aber definitiv auf die heitere, positive Art. Man merkt immer wieder, mit wie viel Liebe die Macher am Werke waren – und auch dem Neu-Doctor Sylvester McCoy (Radagast aus der aktuellen “Der Hobbit”-Trilogie) hat sichtlich Spaß an seiner Aufgabe. In Geschichte 1 kommt es zum Abschuss der Tardis, die auf dem Planeten Lakertia notlandet und die Regeneration des Doctor überhaupt erst notwendig macht. Auf Lakertia muss er die fiese Rani (wie der Doctor vom DOCTOR WHO - TIME & THE RANIPlaneten Gallifrey, daher eine Time Lady und gespielt von “Denver Clan”-Star Kate O’Mara) davon abhalten, das Universum zu kontrollieren. Der Hochhaus-Komplex Paradise Towers entpuppt sich in der zweiten Geschichte als wenig paradiesisch, sondern schwer gefährlich für den Doctor und seinen Kompagnon Melanie (Bonnie Langford), die schon in Staffel 23 mit von der Partie war. Hier bekommt es das Duo unter anderem mit Zombies zu tun. In der dritten Story reisen der Doctor und Mel ins irdische Wales der 50-Jahre und im Abschluss der Box auf den Planeten Eiswelt, wo sogar ein Drache zum Gegenstand der Gefahr wird. Natürlich DOCTOR WHO: DRAGONFIREwirken viele Szenen heute ein wenig antiquiert, aber die Masse an possierlichen und tollen Einfällen hinsichtlich Figuren, Masken, Waffen und Welten weiß auch fast 30 Jahre nach der Erstausstrahlung für eine Menge Spaß zu sorgen. Und noch deutlich mehr Spaß hat man durch das sagenhafte Bonusmaterial, das auf den Discs verteilt ist: Über fünf Stunden Extras haben den Weg auf die vier Scheiben gefunden, von zahlreichen Featurettes zu den Dreharbeiten über Interviews, entfernte und erweiterte Szenen bis zu Audiokommentaren (auch von Sylvester McCoy) ist eine dicke Menge zu entdecken, das “Doctor Who”-Fans viel Freude bereiten wird. Garniert wird das Ganze mit einem zwölfseitigen Booklet inklusive Episodenführer und interessanten Informationen und einem hübschen Schuber, der sich im Regal bestens macht.

Fazit

Die ersten vier Geschichten um den siebten Doctor machen Spaß durch possierliche Figuren, Kostüme und Welten sowie einem bestens aufgelegten Sylvester McCoy als Titelheld. Voll gepackt mit über fünf Stunden Bonusmaterial ist die DVD-Box ein Muss für aktuelle und ältere “Doctor Who”-Fans sowie alle, die es werden wollen. (MATHIAS WAGNER)

About

Jahrgang 1975, dreifacher Familienvater und leidenschaftlicher, aber nicht exzessiver Filmsammler. Ich habe ein ganz besonderes Faible für die 60er, 70er und 80er Jahre, für das deutsche und italienische Genrekino mit all seinen Facetten. Ob Edgar Wallace, Karl May oder TV-Klassiker wie DERRICK, DER ALTE oder TATORT - das sind die Titel, mit denen ich groß geworden bin. Mit Komikern wie LOUIS DE FUNES und HEINZ ERHARDT, mit SEAN CONNERY und ROGER MOORE als JAMES BOND, mit BLACKY FUCHSBERGER als Inspector Higgins, JOHN WAYNE als Westernheld und CHRISTOPHER LEE als DRACULA. Meine bevorzugten Genres sind Horror, Thriller und Old School-Action - im speziellen bin ich ein Freund von Slasher und Splatter-Machwerken, Zombiefilmen, Gialli und Polizieschi. Ich liebe den Psychothriller genauso wie den Polit- und Verschwörungsthriller, ich mag Tier-Horror fast jeder Art und die Mitternachtsfilme, mit denen mir RTL und SAT.1 am Wochenende die Jugend versüßten. Ich sage nur: LASS JUCKEN, KUMPEL. Science-Fiction und Fantasyfilme sind weniger mein Genre, ich mag auch nicht die modernen Big Budget-Blockmuster, die mit CGI und famoser Tricktechnik vollgestopft sind. Nett anzuschauen, aber seelenlos. Ich bin eher der Freund von Trash- und B-Movies und melde mich auch nur bei den Genres zu Wort, von denen ich Ahnung habe. Meine Lieblingsfilme sind u.a. WOODOO - SCHRECKENSINSEL DER ZOMBIES, TENEBRE und AUF DER FLUCHT. Das sind nur drei Beispiele - alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. In meine Sammlung kommen nur solche Titel, die einen nostalgischen Wert für mich haben und Filme, die ich mir immer wieder anschauen würde. Langeweile und filmische Eintagsfliegen, die zu schauen einmal ausreicht, werden gleich entsorgt. Als "Prinzessin Balduin" und "Trash-Luder Balduin" bin ich Herrin über TITTEN, TRASH und TERROR!

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