Kritik: DOCTOR WHO – 7. Doktor, Vol. 3

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Schon satt gesehen an Doctor Who? Natürlich nicht! Darum spendiert uns Pandastorm Pictures nun die 26. Staffel der Kult-Science-Fiction-Serie. Was diese so besonders macht? Es ist die Staffel aus dem Jahr 1989, die dritte und letzte mit Sylvester McCoy (Radagast in “Der Hobbit”) und zugleich die letzte überhaupt vor dem Neustart im Jahr 2005! Wer also wissen will, mit welchen vier Geschichten es in die längere Pause ging, kann sich alle Folgen seit dem 24. April 2015 auf sieben DVDs nach Hause holen.

“Doctor Who – Siebter Doktor: Volume 3”: Das Finale vor dem Neustart

2Von 1963 bis 1989 lief die britische Science-Fiction-Serie “Doctor Who” im Fernsehen und erfreute sich großer Beliebtheit, bevor es bis zum Neustart 2005 in eine lange Pause ging. Die neueste DVD-Veröffentlichung zum Doctor führt uns nun in die letzte Staffel der “alten” Serie. In der 26. Staffel ist der Serie schon ein wenig die Puste ausgegangen, was hier kombiniert mit 80er-Jahre-Trash-Gefühl und der dazu gehörigen, heutzutage eher albern wirkenden Musik-Untermalung daher kommt. Der Charme geht freilich nicht vollends verloren, doch ein wenig zu angestaubt und alles andere als zeitlos (wie viele der anderen Staffeln nun mal davor und danach waren) sind einige der vier Geschichten dennoch. Immerhin trifft der Doctor, zum letzten Mal dargestellt von Sylvester McCoy hier wieder auf einige historische Berühmtheiten wie König Artus und seine Tafelrunde sowie Queen Victoria im Jahr 1883. Außerdem muss er sich im Zweiten Weltkrieg genau so beweisen wie auf dem Planeten der 3Gepardmenschen, wo er auf den Master trifft, einen ehemaligen Gallifrey-Kommilitonen des Doctor, der sich in verschiedenen Inkarnationen innerhalb der Serie zu einem der ärgsten Widersacher des Helden mauserte. An seiner Seite ist – wie schon in den zwei vorangegangenen Staffeln – Sophie Aldred als Companion Ace. Zu tun haben es die beiden fast ausschließlich auf der Erde – Reisen durch den Weltraum bleiben fast komplett aus. Zudem sind sowohl die Geschichten als auch der Doctor selbst dunkler ausgelegt als zuvor – Szenen zum Schmunzeln sind sehr spärlich gesät in den Folgen. Diese sind verteilt auf vier Discs – zu sehen sind “Excalibur’s Vermächtnis (Teil 1-4)”, “Das Haus der tausend Schrecken (Teil 1-3)”, “Die Todesbucht der Wikinger (Teil 1-4)” und “Der Tod auf leisen Sohlen (Teil 1-3)”. Dazu gesellen sich zwei Discs mit Special Edition Film-Versionen von Folge 1+3, dazu eine Disc mit weiterem Bonus-Material, obwohl auch alle anderen Scheiben schon randvoll mit Extras gepackt sind. Diese umfassen über elf Stunden (!) und beinhalten DOCTOR WHO: GHOST LIGHT: GENERICAudiokommentare, Making ofs, Outtakes, entfernte und erweiterte Szenen, Infotexte und allerhand weitere, spannende Featurettes, für die allein sich der Erwerb für Doctor-Who-Fans bereits mehr als lohnt. Außerdem bekommt man im zwölfseitigen Booklet einen kompletten Episodenüberblick der Staffel, eine Auflistung sämtlicher Extras auf den Discs, zahlreiche wissenswerte Fakten zu Darstellern und Figuren der Staffel und eine Infoseite darüber, was nach der Staffel mit Doctor Who geschah.

Fazit

Wahrlich nicht die besten Folgen der Serie, aber für Doctor-Who-Fans natürlich trotzdem ein Muss, insbesondere wegen der über elf Stunden Bonusmaterial und der historischen Bedeutung, handelt es sich doch um die letzte Staffel vor dem langen Serien-Aus. (MATHIAS WAGNER)

About

Jahrgang 1975, dreifacher Familienvater und leidenschaftlicher, aber nicht exzessiver Filmsammler. Ich habe ein ganz besonderes Faible für die 60er, 70er und 80er Jahre, für das deutsche und italienische Genrekino mit all seinen Facetten. Ob Edgar Wallace, Karl May oder TV-Klassiker wie DERRICK, DER ALTE oder TATORT - das sind die Titel, mit denen ich groß geworden bin. Mit Komikern wie LOUIS DE FUNES und HEINZ ERHARDT, mit SEAN CONNERY und ROGER MOORE als JAMES BOND, mit BLACKY FUCHSBERGER als Inspector Higgins, JOHN WAYNE als Westernheld und CHRISTOPHER LEE als DRACULA. Meine bevorzugten Genres sind Horror, Thriller und Old School-Action - im speziellen bin ich ein Freund von Slasher und Splatter-Machwerken, Zombiefilmen, Gialli und Polizieschi. Ich liebe den Psychothriller genauso wie den Polit- und Verschwörungsthriller, ich mag Tier-Horror fast jeder Art und die Mitternachtsfilme, mit denen mir RTL und SAT.1 am Wochenende die Jugend versüßten. Ich sage nur: LASS JUCKEN, KUMPEL. Science-Fiction und Fantasyfilme sind weniger mein Genre, ich mag auch nicht die modernen Big Budget-Blockmuster, die mit CGI und famoser Tricktechnik vollgestopft sind. Nett anzuschauen, aber seelenlos. Ich bin eher der Freund von Trash- und B-Movies und melde mich auch nur bei den Genres zu Wort, von denen ich Ahnung habe. Meine Lieblingsfilme sind u.a. WOODOO - SCHRECKENSINSEL DER ZOMBIES, TENEBRE und AUF DER FLUCHT. Das sind nur drei Beispiele - alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. In meine Sammlung kommen nur solche Titel, die einen nostalgischen Wert für mich haben und Filme, die ich mir immer wieder anschauen würde. Langeweile und filmische Eintagsfliegen, die zu schauen einmal ausreicht, werden gleich entsorgt. Als "Prinzessin Balduin" und "Trash-Luder Balduin" bin ich Herrin über TITTEN, TRASH und TERROR!

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