Kritik: DOCTOR WHO – 7. Doktor, Vol. 2

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Die Serie ist Kult, die Intro-Musik ist Kult, der Doktor selbst sowieso: “Doctor Who” ist eine der langlebigsten (wenn man die “Wiedergeburt” mitzählt) Serien der Fernsehgeschichte. Von 1963 bis 1989 und seit 2005 reist man mit dem Protagonisten (und seinen Companions) durch Raum und Zeit. Pandastorm Pictures bringt uns nun “Doctor Who – Siebter Doktor: Volume 2”, die 25. Staffel der Serie aus dem Jahr 1988 mit Sylvester McCoy (Radagast bei “Der Hobbit”) als Hauptdarsteller. Die DVD-Box ist seit dem 27. Februar 2015 im Handel erhältlich.


“Doctor Who – Siebter Doktor: Volume 2” mit Sylvester McCoy auf DVD

2Über 800 Folgen in mehr als 30 Staffeln gab es bereits von “Doctor Who”, der britischen Kultserie um den durch Raum und Zeit reisenden Protagonisten, den Time Lord Doctor Who, der zudem die Möglichkeit hat, sein Äußeres und sein Wesen zu ändern. Pandastorm Pictures präsentiert allen Fans der Serie, die seit 2005 wieder sehr erfolgreich im TV läuft, mit Staffel 25 die vorletzte der “alten Serie”, die von 1963 bis 1989 zu sehen war. Die 25. Staffel wurde in England im Jahr 1988 und Anfang 1989 ausgestrahlt, Deutschland kam 1990 in den Erstausstrahlungs-Genuss. Was wir hier zu sehen bekommen, beweist einmal mehr, warum die Serie so langlebig und sowohl bei Zuschauern als auch Kritikern immer hoch im Kurs stand: In den 14 Folgen zu jeweils 25 Minuten folgen wir Sylvester McCoy (geboren 1943 in Schottland, der Radagast aus “Der Hobbit”) in der zweiten seiner drei Staffeln. Begleitet wird der Time Lord hier von Ace (Sophie Aldred, 31 Episoden), die fast die ganze Zeit über der weibliche Companion des Doctors war. In Staffel 25 werfen sich die beiden wieder köstliche Zitate zu und harmonieren auf sehr amüsante Weise3miteinander. Erzählt werden in den 14 Episoden vier einzelne Geschichten: “Die Hand des Omega” (vier Teile, “Remembrance of the Daleks”), “Die Macht der Fröhlichkeit” (drei Teile, “The Happiness Patrol”), “Das Vermächtnis der Nemesis” (drei Teile, “Silver Nemesis”) und “Die Todesmanege auf Segonax” (vier Teile, “The Greatest Show in the Galaxy”). In der ersten Geschichte haben der Doktor und Ace im Jahr 1963 ein gefährliches Aufeinandertreffen mit einer der liebsten Gegner-Gruppierungen der Fans, den Daleks. Anschließend bekommen sie es auf einer Erdkolonie mit der Herrscherin Helen A. (Sheila Hancock, “Dr. Slippery”) zu tun, die auf ganz eigene Weise gegen alles vorgeht, das Unmut verursacht. Die dritte Story lässt den Doktor gegen verschiedene Gruppen um den Besitz des Kometen Nemesis kämpfen, dessen Inhalt großen Schaden anrichten kann. Geschichte vier entführt uns in den verrücktesten Zirkus, den man bisher gesehen hat. Und alle vier Geschichten haben das typische “Doctor Who”-Flair: Sie sind lustig, bunt, spannend, actionreich, mit völlig verrückten Charakteren und Wesen ausgestattet und insgesamt einfach sehr unterhaltsam. In DOCTOR WHO: SILVER NEMESISjeder Folge merkt man die Liebe zum Detail. Ein noch genaueres Bild kann man sich machen im richtig fetten Bonusmaterial, das auf den fünf Discs verteilt ist. Mehr als sechs Stunden Extras bekommt man serviert, darunter zahlreiche Making-ofs zu den jeweiligen Folgen und der Serie selbst, Interviews und Audiokommentare von Cast und Crew, entfernte und erweiterte Szenen, Outtakes, Trailer, Bildergalerien und ein schickes Booklet, in dem noch mal zahlreiche Informationen zu finden sind zu der Staffel, zu den einzelnen Folgen, den Darstellern und dem tonnenweise vorhandenen Bonusmaterial. Wer hier am Ende nicht glücklich ist, dem ist auch nicht mehr zu helfen! Die Bild- und Ton-Qualität mag zwar nicht immer das Frischeste sein, aber das möchte man aufgrund des nicht hochwertig vorhandenen Ursprung-Materials und der ansonsten vollgepackten Box nun wahrlich nicht als besonders schlimm erachten.

Fazit

Spannend, lustig, bunt und actionreich: “Doctor Who” kann auch in der 25. Staffel köstlich unterhalten. Fans der Serie jedenfalls kommen voll auf ihre Kosten, aber auch Quereinsteiger finden schnellen Einstieg in die Season des Jahres 1989. Das satte Bonusmaterial setzt der Veröffentlichung die Krone auf. (MATHIAS WAGNER)

About

Jahrgang 1975, dreifacher Familienvater und leidenschaftlicher, aber nicht exzessiver Filmsammler. Ich habe ein ganz besonderes Faible für die 60er, 70er und 80er Jahre, für das deutsche und italienische Genrekino mit all seinen Facetten. Ob Edgar Wallace, Karl May oder TV-Klassiker wie DERRICK, DER ALTE oder TATORT - das sind die Titel, mit denen ich groß geworden bin. Mit Komikern wie LOUIS DE FUNES und HEINZ ERHARDT, mit SEAN CONNERY und ROGER MOORE als JAMES BOND, mit BLACKY FUCHSBERGER als Inspector Higgins, JOHN WAYNE als Westernheld und CHRISTOPHER LEE als DRACULA. Meine bevorzugten Genres sind Horror, Thriller und Old School-Action - im speziellen bin ich ein Freund von Slasher und Splatter-Machwerken, Zombiefilmen, Gialli und Polizieschi. Ich liebe den Psychothriller genauso wie den Polit- und Verschwörungsthriller, ich mag Tier-Horror fast jeder Art und die Mitternachtsfilme, mit denen mir RTL und SAT.1 am Wochenende die Jugend versüßten. Ich sage nur: LASS JUCKEN, KUMPEL. Science-Fiction und Fantasyfilme sind weniger mein Genre, ich mag auch nicht die modernen Big Budget-Blockmuster, die mit CGI und famoser Tricktechnik vollgestopft sind. Nett anzuschauen, aber seelenlos. Ich bin eher der Freund von Trash- und B-Movies und melde mich auch nur bei den Genres zu Wort, von denen ich Ahnung habe. Meine Lieblingsfilme sind u.a. WOODOO - SCHRECKENSINSEL DER ZOMBIES, TENEBRE und AUF DER FLUCHT. Das sind nur drei Beispiele - alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. In meine Sammlung kommen nur solche Titel, die einen nostalgischen Wert für mich haben und Filme, die ich mir immer wieder anschauen würde. Langeweile und filmische Eintagsfliegen, die zu schauen einmal ausreicht, werden gleich entsorgt. Als "Prinzessin Balduin" und "Trash-Luder Balduin" bin ich Herrin über TITTEN, TRASH und TERROR!

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