Kritik: AIRPLANE VERSUS VOLCANO
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Ein Passagierflugzeug befindet sich kurz vor der Landung, als plötzlich mehrere gigantische Vulkane unter dem Flugzeug erwachen und die Maschine mit einem Gemisch aus Lava, Asche und heißen Gasen umhüllen. Da beide Piloten durch umherfliegendes vulkanisches Gestein getötet werden und auch die Airforce keinen Plan für eine externe Rettung hat, ist es an dem zufällig an Bord befindlichen Sky-Marshall Rick Pierce (Dean Cain) die Passagiere des Flugs zu retten. Die Zeit ist sein ständiger Gegner, denn das Kerosin des Flugzeugs neigt sich dem Ende entgegen. Die Fluginsassen sind nicht die einzigen Menschen, die nach den Ausbrüchen der Meeresvulkane in Gefahr geraten sind, auch ein Strand und die angrenzende Küstenstadt werden von der mächtigen Naturkatastrophe bedroht.

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AIRPLANE VERSUS VOLCANO: Die 70er Jahre haben zwei erfolgreiche und beliebte Genres hervorgebracht: Mit der „Airport“-Reihe, basierend auf dem gleichnamigen Bestseller von Arthur Hailey, wurde 1970 der Katastrophenfilm ins Leben gerufen. Vier Jahre später war es Steven Spielbergs „Der weiße Hai“, der eine ganze Welle von Tierhorrorfilmen ins Rollen gebracht hatte. 


Das berüchtigte Trash-Label „The Asylum“, bekannt für unzählige Mockbuster wie „Abraham Lincoln versus Zombies“ und eine Reihe von Creature-Movies wie „Sharknado“ oder „Mega-Python versus Gateroid“, sorgt mit dem absurden „Airplane versus Volcano“ für ein Revival des Katastrophenfilms, und setzt gleichzeitig eine ausgewogene Mischung aus Tief- und Höhepunkt in der Filmographie des Schreckens der kleinen Produktionsgesellschaft.
Dem Einfallsreichtum der Drehbuchautoren sind auch hier keine Grenzen gesetzt – und obwohl erstmals die Tricktechnik und Special Effects besser sind als alles andere, was jemals von „The Asylum“ auf Zelluloid gebannt wurde, ist der Film von Anfang bis Ende weder an Schwachsinn, noch an Unlogik oder Unglaubwürdigkeit zu überbieten: Ohne näher darauf einzugehen, verwandelt sich der komplette Ozean in einen riesigen Vulkan, in den eine Passagiermaschine gerät. Dabei werden nicht nur jegliche aerodynamischen Gesetze außer Acht gelassen, sondern jedes Klischee des Katastrophenfilms, insbesondere aber die der „Airport“-Reihe, aufgefahren und von überwiegend talentlosen Mimen mehr schlecht als recht umgesetzt. Das traurige Laienschauspiel wird nur noch von einer Synchronisation überboten, die kaum nennenswerte Akzente setzen kann.

Teilweise sind die Dialoge unerträglich und die Storyentwicklung so hanebüchen, dass es teilweise schmerzt. Dem wird eine (zumindest für „The Asylum“-Verhältnisse) anspruchsvolle Tricktechnik entgegen gesetzt, sowie einige actionreiche Passagen mit gelegentlichen Splatter-Spitzen.
Der Film ist totaler Schwachsinn und weist einige Längen auf, stellt aber auch erneut unter Beweis, das vor allem die angestrebten Superlativen letzten Endes nie so gut sind, wie so viele kleine Perlen von „The Asylum“, bei denen lediglich kleine Brötchen gebacken wurden.

Insgesamt ein leidlich unterhaltsamer Katastrophenfilm, dem weniger Klischees und mehr Augenzwinkern besser gestanden hätte, als die staubtrockene Inszenierung. Aber das „spektakuläre“ Finale entschädigt für manche Schwäche von „Airplane versus Volcano“.
5/10

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