Kritik: 2001 MANIACS
0000

Drei Collegefreunde, ein Sadomaso-Pärchen und ein schwuler Muskelprotz samt lasziver Freundinnen verirren sich in das abgelegene Südstaatenkaff Pleasant Valley, in dem die Zeit still zu stehen scheint. Dort angekommen werden sie von der etwas skurrilen Gemeinde um Bürgermeister Buckham (Robert Englund) begeistert aufgenommen und zum alljährlichen großen Barbecue-Essen eingeladen. Als die anfangs freundliche Stimmung immer mehr in offenen Feindseligkeiten umschlägt, wird den Kids nach und nach klar, dass sie selbst als Hauptgericht für das Grillfest vorgesehen sind.

0000

In der 2001-Seelen-Gemeinde Pleasant Valley scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. In bester Südstaaten-Tradition feiern die Bewohner eine Jubiläumsfeier anlässlich des Ausgangs des amerikanischen Bürgerkriegs und ernennen eine handvoll Studenten zu ihren Ehrengästen. Doch hinter der freundlichen Fassade der Südstaatler verbirgt sich ein grausamer Plan, um sich an den Yankees für ein Jahrhunderte zurückliegendes Massaker zu rächen…

Das Barbecue ist eröffnet und Ex-Freddy Kruger-Darsteller Robert Englund überzeugt einmal mehr mit Hang zum Overacting als Zeremonienmeister in einem Remake des 1964 entstandenen Films „2000 Maniacs“ von Herschell Gordon Lewis, dem Begründer des Splatter- und Gore-Genres, der mit „Blood Feast“ den ersten Film dieser Richtung inszeniert hatte.
Und so serviert Regisseur Tim Sullivan eine Schlachtplatte mit mäßigen Effekten und sparsamen Blutzoll, bei der die bizarre Mischung aus Softporno und Splatter-Comedy sein anspruchsloses Publikum bestens zu bedienen versucht – die Betonung liegt hierbei auf „versucht“, denn nicht alles was Titten, Trash und Terror zu bieten hat, erweist sich als Gaumenschmaus für den Freund der abseitigen Unterhaltung.
Bei „2001 Maniacs“ wird die gesamte Bandbreite sexueller Tabus wie S/M, Sodomie und Bi/Lesbensex abgegrast, ohne auch nur annähernd einen Hauch von Trash-Appeal zu versprühen. Der infantile Klamauk entlockt zwar hier und da ein müdes Lächeln, und die Chicks sehen zum Anbeißen aus – und doch fehlt dem Barbecue die richtige Würze.

Was bleibt ist eine langweilige Nummernrevue mit ein paar Titten, stereotypen und hohlen Charakteren, angereichert mit etwas Splatter – wobei diverse peinliche Zoten und Kalauer auf „American Pie“-Niveau jeglichen Anflug von Humor oder Spannung sofort im Keim ersticken und dem durchaus vorhandenen Potential die Möglichkeit zur Entfaltung rauben.

Titten, Trash und Terror ja – aber nur auf durchschnittlichem Niveau! Trotz üppiger Boobs sorgt die Comedy nur für wenig Erregung auf dem Trashometer!

5/10
 

About

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *